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UT

Ultraschallprüfung

Tiefenprüfung zur Erkennung von Materialfehlern im Inneren des Bauteils.

Ultraschallprüfung (UT) – zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Die Ultraschallprüfung (UT) nutzt hochfrequente Schallwellen, um das Innere eines Bauteils zu durchleuchten. Reflexionen an Fehlstellen werden ausgewertet und erlauben präzise Aussagen über Lage und Größe innenliegender Ungänzen.

Mit konventionellem Ultraschall lassen sich viele Bauteile, Geometrien und Werkstoffe auf kleinste Ungänzen prüfen.

Mit der Phased-Array-Technik (PA-UT, Gruppenstrahlertechnik) sind Prüfungen ab 3,2 mm Wanddicke möglich – nach EN ISO 20601 oder EN ISO 13588, mit vollständiger Aufzeichnung wie bei einem RT-Film. Alle Details dazu, inklusive Rohrscanner für Rohrumfangsnähte, finden Sie auf der eigenen Seite zur Phased-Array-Ultraschallprüfung.

Wann ist die Ultraschallprüfung das richtige Verfahren?

Die Ultraschallprüfung kommt zum Einsatz, wenn innenliegende Fehlstellen – also Ungänzen im Volumen eines Bauteils – nachgewiesen werden müssen. Im Gegensatz zu Oberflächenverfahren wie PT oder MT erlaubt die UT präzise Aussagen über Lage, Größe und Tiefe von Fehlern.

Typisch ist die UT bei der Prüfung dickwandiger Schweißnähte, Schmiedeteile, Bleche und Anlagenkomponenten. Sie ist eine wirtschaftliche Alternative zur Durchstrahlungsprüfung, da kein Strahlenschutzbereich erforderlich ist.

Phased-Array-Ultraschall (PA-UT)

Mit der Gruppenstrahlertechnik (Phased Array) werden viele einzeln angesteuerte Schwingerelemente kombiniert. Dadurch lässt sich der Schallstrahl elektronisch schwenken und fokussieren – das ergibt ein detailreiches Schnittbild des Bauteilinneren.

Prüfungen sind bereits ab 3,2 mm Wanddicke möglich, und das Ergebnis wird vollständig aufgezeichnet – vergleichbar mit einem RT-Film, jedoch ohne ionisierende Strahlung. Die Prüfung erfolgt nach EN ISO 20601 oder EN ISO 13588. Weitere Anwendungen wie Corrosion-Mapping sind auf Anfrage verfügbar.

Ablauf der Ultraschallprüfung

Über ein Koppelmittel wird der Prüfkopf auf die Bauteiloberfläche aufgesetzt und sendet hochfrequente Schallwellen in das Material. Reflexionen an Grenzflächen und Fehlstellen werden empfangen und ausgewertet.

Die Bewertung erfolgt nach EN ISO 17640 und EN ISO 11666. Alle Ergebnisse werden in einem nachvollziehbaren Prüfbericht festgehalten.

Anwendungen & Branchen

  • Dickwandige Schweißnähte
  • Schmiede- und Walzteile
  • Behälter- und Rohrleitungsbau
  • Corrosion-Mapping an Anlagen
  • Blech- und Plattenprüfung
  • Prüfung ohne Strahlenschutzbereich

Häufige Fragen zur Ultraschallprüfung

Welche Fehler erkennt die Ultraschallprüfung?

Die UT erkennt innenliegende Ungänzen wie Risse, Bindefehler, Poren, Lunker oder Einschlüsse und liefert präzise Angaben zu Lage, Größe und Tiefe.

Was ist der Vorteil von Phased-Array gegenüber konventionellem Ultraschall?

Phased-Array erzeugt ein detailreiches Schnittbild, ermöglicht Prüfungen ab 3,2 mm Wanddicke und zeichnet das Ergebnis vollständig auf – vergleichbar mit einem RT-Film, aber ohne ionisierende Strahlung.

Ist bei der Ultraschallprüfung ein Strahlenschutzbereich nötig?

Nein. Im Gegensatz zur Durchstrahlungsprüfung arbeitet die UT ohne ionisierende Strahlung, sodass kein Sperrbereich eingerichtet werden muss und parallel weitergearbeitet werden kann.

Ab welcher Wanddicke ist eine Phased-Array-Prüfung möglich?

Phased-Array-Prüfungen sind bereits ab 3,2 mm Wanddicke möglich.

Welche Normen gelten für die Ultraschallprüfung von Schweißnähten?

Maßgeblich sind EN ISO 17640 für die Durchführung, EN ISO 11666 für die Zulässigkeitsgrenzen sowie EN ISO 20601 oder EN ISO 13588 für die Phased-Array-Technik.