Zum Inhalt springen
PT

Farbeindringprüfung

Hochpräzise Erkennung feinster Risse an der Oberfläche.

Farbeindringprüfung (PT) – zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Bei der Farbeindringprüfung (PT) wird ein farbiges oder fluoreszierendes Eindringmittel auf die gereinigte Oberfläche aufgebracht. Es dringt in feinste, oberflächenoffene Fehlstellen ein und wird nach dem Entfernen des Überschusses durch einen Entwickler sichtbar gemacht.

So lassen sich auch kleinste Risse zuverlässig nachweisen – an allen nicht porösen, nicht ferromagnetischen Werkstoffen.

Wann eignet sich die Farbeindringprüfung?

Die Eindringprüfung ist immer dann die richtige Wahl, wenn feinste, oberflächenoffene Risse oder Poren an nicht porösen Werkstoffen sicher nachgewiesen werden müssen. Sie eignet sich besonders für nicht ferromagnetische Werkstoffe wie Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Titan oder Kunststoffe, bei denen die Magnetpulverprüfung nicht anwendbar ist.

Typische Einsatzfelder sind Schweißnähte, Guss- und Schmiedeteile sowie Bauteile mit hohen Sicherheitsanforderungen.

Ablauf der Eindringprüfung

Zunächst wird die Oberfläche gründlich gereinigt und entfettet. Anschließend wird das farbige oder fluoreszierende Eindringmittel aufgetragen, das während der Einwirkzeit in oberflächenoffene Fehlstellen eindringt.

Nach dem Entfernen des Überschusses wird ein Entwickler aufgebracht, der das Eindringmittel aus den Fehlstellen heraussaugt und als deutlich sichtbare Anzeige abbildet. Die Bewertung erfolgt nach EN ISO 23277.

Anwendungen & Branchen

  • Schweißnähte an Edelstahl und Aluminium
  • Guss- und Schmiedeteile
  • Nicht ferromagnetische Werkstoffe
  • Druckbehälter- und Apparatebau
  • Komponenten mit hohen Sicherheitsanforderungen
  • Reparatur- und Instandhaltungsprüfungen

Häufige Fragen zur Farbeindringprüfung

Für welche Werkstoffe eignet sich die Farbeindringprüfung?

Die PT eignet sich für alle nicht porösen Werkstoffe, insbesondere für nicht ferromagnetische Materialien wie Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Titan oder Kunststoffe.

Welche Fehler erkennt die Eindringprüfung?

Die PT erkennt ausschließlich oberflächenoffene Fehler wie Risse, Poren, Lunker oder Bindefehler. Innenliegende Fehlstellen lassen sich mit diesem Verfahren nicht nachweisen.

Wie läuft eine Eindringprüfung ab?

Reinigen und Entfetten der Oberfläche, Auftragen des Eindringmittels, Einwirkzeit, Entfernen des Überschusses, Aufbringen des Entwicklers und anschließende Bewertung der Anzeigen nach EN ISO 23277.

Welche Norm gilt für die Farbeindringprüfung?

Die Durchführung richtet sich nach EN ISO 3452-1, die Zulässigkeitsgrenzen für Schweißnähte nach EN ISO 23277.

Was ist der Unterschied zwischen Farbeindring- und Magnetpulverprüfung?

Die PT funktioniert an nahezu allen nicht porösen Werkstoffen, erkennt aber nur oberflächenoffene Fehler. Die MT ist auf ferromagnetische Werkstoffe beschränkt, findet dafür aber auch knapp unter der Oberfläche liegende Fehler.