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MT

Magnetpulverprüfung

Effektive Detektion von Oberflächen- und Nahtrissen in ferromagnetischen Werkstoffen.

Magnetpulverprüfung (MT) – zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Die Magnetpulverprüfung (MT) eignet sich für ferromagnetische Werkstoffe. Das Bauteil wird magnetisiert; an Rissen und oberflächennahen Fehlstellen tritt der magnetische Fluss aus und bindet aufgebrachtes Magnetpulver, das den Fehler deutlich sichtbar macht.

Das Verfahren detektiert zuverlässig Oberflächen- und Nahtrisse, auch wenn diese knapp unter der Oberfläche liegen.

Wann wird die Magnetpulverprüfung eingesetzt?

Die Magnetpulverprüfung ist das bevorzugte Verfahren, um Oberflächen- und oberflächennahe Risse in ferromagnetischen Werkstoffen wie Baustahl oder Gusseisen schnell und sicher nachzuweisen. Im Vergleich zur Eindringprüfung erkennt sie auch Fehler, die knapp unter der Oberfläche liegen.

Häufig wird sie bei der Prüfung von Schweißnähten, Schmiedeteilen, Achsen, Wellen und tragenden Stahlkonstruktionen eingesetzt.

Ablauf der Magnetpulverprüfung

Das Bauteil wird magnetisiert – etwa mit einem Handmagneten (Joch), durch Stromdurchflutung oder mit einer Spule. An Rissen tritt der magnetische Streufluss aus der Oberfläche aus.

Auf die magnetisierte Oberfläche wird trockenes oder nass suspendiertes Magnetpulver aufgebracht, das sich an den Streufluss-Stellen anlagert und den Fehler als deutliche Anzeige sichtbar macht. Fluoreszierende Prüfmittel erhöhen unter UV-Licht die Erkennbarkeit. Die Bewertung erfolgt nach EN ISO 23278.

Anwendungen & Branchen

  • Schweißnähte an ferromagnetischen Stählen
  • Schmiede- und Gussteile
  • Achsen, Wellen und Kurbelwellen
  • Tragende Stahlkonstruktionen
  • Kran- und Fördertechnik
  • Wiederkehrende Prüfungen im Anlagenbau

Häufige Fragen zur Magnetpulverprüfung

Für welche Werkstoffe ist die Magnetpulverprüfung geeignet?

Ausschließlich für ferromagnetische Werkstoffe wie un- und niedriglegierte Stähle oder Gusseisen. Austenitische Edelstähle und Aluminium lassen sich nicht magnetisieren und werden stattdessen mit der Eindringprüfung untersucht.

Welche Fehler findet die MT?

Die MT erkennt Oberflächenrisse sowie oberflächennahe Fehlstellen bis wenige Millimeter unter der Oberfläche – auch sehr feine Risse.

Welche Norm gilt für die Magnetpulverprüfung von Schweißnähten?

Die Durchführung richtet sich nach EN ISO 17638, die Zulässigkeitsgrenzen nach EN ISO 23278.

Muss das Bauteil nach der Prüfung behandelt werden?

In der Regel wird das Bauteil nach der Prüfung entmagnetisiert und das Prüfmittel entfernt, damit der weitere Fertigungs- oder Betriebsablauf nicht beeinträchtigt wird.